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25.06.2024 Eugster hört auf
Eugster Chamblon Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Lukas Eugster (links) hat genug – zumindest für den Moment © Eichenberger

Lukas Eugster war mit seinem Ligier-Honda in den vergangenen Jahren fester Bestandteil der Schweizer Slalom-Elite. Das Finale in Chamblon 2024 war sein (vorläufig) letztes Rennen.

Lukas Eugster (34) hört auf. Der Ligier-Honda-Pilot aus Gais im Kanton Appenzell hat in Chamblon seinen (vorläufig) letzten Slalom im Rahmen der Schweizer Meisterschaft bestritten. «Ich schliesse nicht aus, dass ich eines Tages vielleicht mal einen Gaststart mit einem anderen Auto machen werde», sagt Eugster. «Aber was ich sicher sagen kann, ist, dass ich nicht mehr mit dem Ligier antreten werde. Und dass ich auch keine komplette Saison mehr fahre.»

Eugster hat 2019 in Interlaken sein Debüt mit dem Ligier-Honda JS53 gegeben. Davor fuhr er ein Jahr lang einen Tatuus Renault 2.0. Zwei Tagessiege errang der stets freundliche und überaus korrekte Sportsmann seither: 2022 und 2023 in Ambri. 18 Mal musste er sich in den vergangenen Jahren mit Rang 2 hinter dem frischgebackenen Slalom-Meister und Rekordtagessieger Philip Egli einreihen. Am Wochenende beim Finale in Chamblon wurde er Dritter im SCRATCH.

Eugster Egli Ryter Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Eugster und Egli haben die vergangenen Slalom-Jahre geprägt © Eichenberger

«Die Niederlagen gegen Philip sind nicht der Hauptgrund, warum ich aufhöre», sagt Eugster. «Mit Philip verbindet mich eine Freundschaft, die über den Rennplatz hinausgeht. Wir haben uns bei den Rennen meistens den Stellplatz geteilt. Natürlich war er ein Konkurrent auf der Strecke, aber wir haben uns immer respektiert und uns gegenseitig geholfen. Philip hat mir noch auf diese Saison zwei neue Reifen besorgt. Das sagt eigentlich alles. Deshalb habe ich mich in Chamblon auch so sehr für ihn gefreut. Wenn einer diesen Titel verdient hat, dann Philip!»

Im sechsten Jahr mit dem Ligier ist bei Eugster die Entscheidung gereift, das Projekt zu beenden. Konzeptionell sei es schwierig gewesen, Egli Paroli zu bieten. «In Bière habe ich gespürt, dass ich nicht mehr mit vollem Elan dabei bin», sagt Eugster. «Ausserdem haben mich die langen Wartezeiten in diesem Sport immer öfter genervt. Da ich auch nicht mehr für meinen Sponsor arbeite, war es an der Zeit, diesen Schritt zu machen, obwohl mich dieser auch weiter unterstützt hätte.»

Eugster wird dem Motorsport dennoch in irgendeiner Form erhalten bleiben. Sei es bei Trackdays, Gaststarts oder Taxifahrten. Er betont auch, dass er Zuhause noch immer ein Go-Kart stehen habe… Und wie sagt man so schön: Schon manch ein Rennfahrer hat den Rücktritt vom Rücktritt gegeben – warum nicht auch Lukas Eugster?

Eugster Kaufmann Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Interlaken 2019: das erste Rennen mit dem Ligier-Honda © Kaufmann

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24.06.2024 Egli endlich Meister!
Eugster Egli Ryter Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Eugster, der neue Meister Egli und Ryter (v.l.) © Eichenberger

Philip Egli hat es geschafft! Der Rekordtagessieger ist endlich auch Schweizer Slalom-Meister. Um dieses Ziel zu erreichen, musste er beim Finale in Chamblon aber sämtliche Register ziehen.

Die Ausgangslage war eigentlich einfach: Philip Egli musste beim letzten Lauf zur Schweizer Slalom-Meisterschaft 2024 «nur» seine Klasse gewinnen, um endlich zum ersten Mal Schweizer Slalom-Meister zu werden. Doch das mit dem «nur» gestaltete sich schwieriger als erwartet. Egli lag nach dem ersten Rennlauf im Hintertreffen. Und zwar deutlich. Sein schärfster Rivale Lionel Ryter (Formel Renault 2.0) hatte in 2:52,497 min eine Fabelzeit aufgestellt. Egli war in seinem Dallara-Formel-3 um 2,2 Sekunden langsamer. Was die Situation für den gebürtigen Glarner noch schlimmer machte: Egli war in Chamblon noch nie schneller als 2:53,556 min gefahren. Und das war schon eine Weile her: 2015. Wie also sollte er dieses Blatt noch wenden?

Egli tat, was er in solchen Situationen immer tut: Er blieb ruhig. Zumindest nach Aussen. Doch wer den Slalom-Rekordtagessieger ein Bisschen kennt, der sah ihm an, dass er seine Felle davonschwimmen sah. In der Pause vor dem zweiten und entscheidenden Lauf meinte Egli, der fürs Finale neue Reifen aufzog, deshalb auch: «Ich werde für den Titel nicht volles Risiko gehen. Ich will ja auch im nächsten Jahr wieder fahren. Natürlich kann ich die Tore noch etwas enger anfahren, aber ganz ehrlich frage ich mich schon, wo ich diese zwei Sekunden noch finden soll.»

Egli fand sie. Und nicht nur zwei Sekunden, sondern gleich deren vier! 2:50,738 min hiess seine Bestzeit im zweiten Durchgang. Damit distanzierte er Ryter um 1,7 Sekunden und liess sich bei der Ankunft im Parc Fermé als verdienter Sieger feiern. Mit Freudentränen in den Augen meinte der neue Schweizer Slalom-Meister: «Ich habe alles gegeben. Aber die Anspannung war gross. Alle haben gesagt, ich würde das schaffen. Aber ich hatte meine Zweifel.» Auf die Frage von Vater Rolf Egli, wo er denn vier Sekunden gefunden habe, meinte Philip lapidar: «Überall…»

Bralla Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Christian Bralla wurde mit einem weiteren 20er Gesamtdritter © Eichenberger

Zu den ersten Gratulanten zählte Lukas Eugster. Der Ostschweizer, der sich bei jedem Slalom den Stellplatz mit Egli teilt, war über den Ausgang der Meisterschaft erleichtert. Auch oder eben gerade weil er in der Pause vor dem finalen Rennlauf plötzlich im Kampf um die Meisterschaft in Führung lag. «Mir ist es nicht wohl dabei, wenn ich daran denke, dass ich ohne einen einzigen Tagessieg Meister werden könnte», meinte Eugster bei Halbzeit. «Natürlich ist es nicht meine Schuld, wenn die Meisterschaft so ausgeht, aber so möchte ich nicht Meister werden.» Ligier-Pilot Eugster hatte im ersten Rennlauf eine «Sicherheitslauf» in 2:58,976 min zurückgelegt. Im zweiten Durchgang verbesserte er sich um mehr als zweieinhalb Sekunden.

Auch der Beinahe-Spielverderber Lionel Ryter hatte vor dem letzten Rennlauf ein mulmiges Gefühl. «Zum einen bin ich natürlich unfassbar stolz, auf meine Zeit von 2:52 min, zum anderen könnte das die Meisterschaft zu Ungunsten von Philip entscheiden. Und ganz ehrlich: Das war nicht meine Absicht. Natürlich sind wir alle hier, um zu gewinnen. Aber wenn Philip am Ende den Titel verliert, nur weil ich einmal schneller war, dann hätte das einen etwas faden Beigeschmack.» Doch Ende gut, alles gut! Wie Eugster hatte auch Ryter am Ende ein Lächeln auf dem Gesicht. «Ich bin froh, dass es so ausgegangen ist», meinte der junge Walliser. Zu Egli sagte er scherzhaft: ‹Siehst du! Du brauchst diesen Druck!›»

Winiger Cornevaux Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Fabrice Winiger war der schnellste Tourenwagenfahrer © Cornevaux

Im so spannenden Kampf um die Meisterschaft ging fast unter, was sonst noch in Chamblon passierte. Da war zum einen Fabrice Winiger, der mit seinem Porsche GT3 Cup in 3:09,178 min mit Abstand der schnellste Fahrer mit Dach überm Kopf war. Winiger war schon einmal der schnellste Tourenwagenfahrer: 2019 in Romont. «Auch da fuhr ich Rekordzeit», so Winiger. Platz 2 in dieser Disziplin ging an Christian Bralla (Fiat X1/9), der sich mit einem weiteren «Zwanziger» in der E1 bis 2000 cm3 diskussionslos den dritten Gesamtrang in der Schweizer Slalom-Meisterschaft sicherte. Drittschnellster Tourenwagenfahrer war Rückkehrer Martin Oliver Bürki auf seinem BMW M Power E 33, der damit in der E1 bis 3000 cm3 triumphierte.

Bei den Junioren setzten sich erneut Lionel Ryter (Rennwagen) und Jannis Jeremias (Tourenwagen) durch. Beide haben nach wie vor eine «weisse» Weste.

Zu den weiteren Klassensieger in Chamblon gehörten: Samuel Weibel (Subaru BRZ, SuperSérie bis 2000 cm3), Ivan Kilchenmann (Ford Fiesta ST, SuperSérie über 2000 cm3), Patric Kuster (Toyota Yaris, SuperSérie über 3000 cm3), Alexandre Comby (Porsche Cayman GT4, SuperSérie über 3000 cm3), Nicolas Pasche (Renault Clio RS, N/ISN/R1), Hanspeter Thöni (Peugeot 106, PSA Trophy), Max Langenegger (Citroën C2, A/ISA/R2/R3 bis 1600 cm3), Iwan Brantschen (Renault Clio, A/ISA/R2/R3 bis 2000 cm3), Yann Hériter (Renault Clio, A/ISA/R2/R3 über 2500 cm3), Andreas Helm (VW Polo, IS bis 1400 cm3), Christophe Oulevay (VW Scirocco, IS bis 1600 cm3), Stephan Burri (VW Scirocco, IS bis 2000 cm3), Michael Zbinden (Opel Kadett GT/E, IS bis 2500 cm3), Michael Bisig (BMW E30, IS über 2500 cm3), Willy Waeber (Porsche SC, Historic), Christian Bartlome (Audi 50, E1 bis 1400 cm3), Roberto Luigi (Peugeot 106, E1 bis 1600 cm3), Etienne Beyer (Opel Ascona B, E1 bis 2500 cm3), Vanessa Zenklusen (Suparu Impreza Type R, E1 bis 3500 cm3), Joël Jäggi (Radical SR4, E2 SportsCars bis 1400 cm3), Antonio Scolaro (E2 SportsCars bis 1600 cm3), Joffrey Salomon (Formula Jedi, E2 SingleSeater bis 1600 cm3).

Buerki Cornevaux Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Rückkehrer Bürki gewann seine Klasse souverän © Cornevaux

Im letzten Rennen des Suzuki Swiss Racing Cup 2024 triumphierte der bereits als Meister festgestandene Sandro Fehr. Platz 2 ging an Michaël Béring. Stefan Glanzmann stand als Dritter zum zweiten Mal in dieser Saison (nach Ambri) auf dem Podium. Einen ausführlicheren Bericht zum SSRC folgt zu einem späteren Zeitpunkt.

Überschattet wurde das Finale durch einen Unfall in der LOC-Kategorie L4 über 2500 cm3. Die Zürcherin Sarah Scharmer kam mit ihrem Subaru BRZ im ersten Rennlauf nach nur wenigen hundert Metern von der Strecke ab und überschlug sich. Scharmer wurde ins Spital nach Yverdon-les-Bains gebracht und danach nach Zürich verlegt. Es gehe ihr, nach Angaben ihres Umfeldes, «den Umständen entsprechend einigermassen gut». Auto Sport Schweiz wünscht der verunfallten Pilotin rasche und gute Besserung!

Thoeni Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Hanspeter Thöni war einmal mehr schnellster PSA-Trophy-Fahrer © Eichenberger

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21.06.2024 Das neue Magazin ist da!
Magazin 02 2024 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Thomas Amweg in seinem neuen Nova-Helftec ziert die Frontseite

Vier Mal im Jahr erscheint das Magazin von Auto Sport Schweiz. Rechtzeitig zur Berg-Saison 2024 ist nun die zweite Ausgabe des Jahres fertig geworden. Wir wünschen viel Spass bei der Lektüre.

Wettrüsten am Berg – unter diesem Motto steht die zweite Ausgabe 2024 des Magazins von Auto Sport Schweiz. Selten oder nie zuvor wurde in der Schweizer Berg-Meisterschaft so viel an der Spitze investiert wie in dieser Saison. Wer die besten Karten hat und wer mit dem neuen Material schon vertraut ist, erfahren Sie bei uns.

Ausserdem gibt es eine spannende Geschichte rund um das Thema Karting. Dabei geht es um keinen Geringeren als Ayrton Senna, den – sorry, das muss jetzt einfach mal gesagt werden – grössten Rennfahrer aller Zeiten.

Auch vom ehemaligen Schweizer GP2-Meister Fabio Leimer erfahren Sie Spannendes. Warum seine Karriere nicht weiterging, er heute aber mit sich im Reinen ist. Ausserdem lassen wir ein wandelndes Motorsport-Lexikon zu Wort kommen, bei dem sogar der grösste Motorradfahrer aller Zeiten, Giacomo Agostini, verwundert fragte: «Woher hat dieser Kerl nur dieses Wissen?»

Also, Sie sehen: Wir haben wieder einen bunten Mix aus Geschichten zusammengestellt – hoffentlich auch zu Ihrem Gusto! Viel Spass bei der Lektüre. Das Magazin ist unterwegs zu Ihnen.

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20.06.2024 3. Lauf autobau SKM: Einschreibung noch bis Sonntag möglich!
7 Laghi Einschreibung 2024 Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Am 30. Juni findet in 7 Laghi der dritte Lauf zur SKM 2024 statt

Der dritte Lauf zur autobau Schweizer Kart-Meisterschaft in 7 Laghi steht bevor. Wer noch nicht eingeschrieben ist, kann das bis Sonntag, 23. Juni, noch nachholen. Wie immer gilt: Je mehr Fahrer desto spannendere Rennen!

Am 30. Juni findet im italienischen 7 Laghi/Castelletto di Branduzzo der dritte Lauf zur autobau Schweizer Kart-Meisterschaft statt. Wer sich noch nicht angemeldet hat, kann dies über www.go4race.ch noch bis am Sonntag, 23. Juni (24.00 Uhr) machen. Dabei sein, lohnt sich. Die autobau Schweizer Kart-Meisterschaft bietet nicht nur attraktive Rennfelder, das hohe Niveau und die spannenden Positionskämpfe zeichnen die Meisterschaft seit Jahren aus.

Gefahren wird – wie üblich – in fünf Kategorien:

Super Mini: für Fahrer von 8-12 Jahren
OK Junior: für Fahrer von 12-15 Jahren
X30 Challenge Switzerland: für Fahrer von mind. 14 Jahren
OK Senior: für Fahrer von mind. 14 Jahren
KZ2: für Fahrer von mind. 15 Jahren

Wir freuen uns auf deine Einschreibung! Für allfällige Fragen stehen wir gerne zur Verfügung unter 031 979 11 11 oder per E-Mail an info@motorsport.ch

Weitere Informationen zur Ausschreibung sind angehängt!

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19.06.2024 Vorschau Slalom Chamblon: Die Krönung von Philip I. steht bevor
Egli Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Philip Egli kann in Chamblon erstmals Meister werden © Eichenberger

Am Wochenende fällt beim sechsten und letzten Lauf der Schweizer Slalom-Meisterschaft die Entscheidung im Titelkampf. Die besten Karten hält Tagesrekordsieger Philip Egli in den Händen.

Zum 40. Mal findet am Wochenende der Slalom von Chamblon (VD) statt. Fest steht vor dem sechsten und letzten Lauf zur Schweizer Slalom-Meisterschaft 2024 eines: Es wird definitiv einen neuen Schweizer Meister geben. Dieser heisst – voraussichtlich – Philip Egli, Lukas Eugster oder Christian Bralla. Diese drei Fahrer teilen sich nach fünf von sechs Veranstaltungen mit je 100 Punkten die Spitzenposition. Die besten Karten für seinen ersten Titel hat Tagesrekordsieger Egli. Weil in diesem Jahr nach Abzug eines Streichresultates die Anzahl geschlagener Gegner im SCRATCH als erstes Kriterium zählt, hält der gebürtige Glarner alle Trümpfe in der Hand. Gewinnt er seine Klasse in Chamblon (E2 Singleseater bis 2000 cm3), ist ihm der Titel nicht mehr zu entreissen. Ganz egal, ob er auch den Tagessieg (seinen 54. insgesamt) einfährt oder nicht.

«Ich weiss, dass ich für den Titel ‹nur› meine Klasse gewinnen muss», sagt Formel-3-Pilot Egli. «Aber ich habe zu Beginn der Saison gesagt, dass ich dieses Jahr auch gerne alle Tagessiege holen möchte. Das ist zuvor noch nie jemandem gelungen. Und fünf der sechs bisherigen Rennen habe ich schon gewonnen. Trotzdem steht der Titelgewinn natürlich an erster Stelle. Wenn beides klappt, ist es umso schöner.»

Am Tagessieg in seiner Klasse kann ihn eigentlich nur ein Fahrer hindern: der in der Junior-Meisterschaft mit Jannis Jeremias ex-aequo führende Lionel Ryter. Der junge Mann aus Martigny fährt seine zweite Saison und gilt im Fahrerlager als die grosse Nachwuchshoffnung. Ob er Egli auf dessen 4,3 Kilometer langen Paradestrecke in Chamblon Paroli bieten kann, steht in den Sternen. Ryter hat im Vorjahr auf das Finale auf dem selektiven Parcours in der Nähe von Yverdon verzichtet und steht dieses Jahr also zum ersten in Chamblon am Start mit seinem Formel Renault 2.0. Bei den bisherigen Rennen zeigte er sich zwar gewohnt angriffslustig, auf Egli fehlten aber immer ein paar Sekunden. In Frauenfeld lag Ryter 4,59 Sekunden hinter Egli, in Bière waren es (mit Strafe) 9,67 sec, in Bure 4,6 sec und in Ambri 4,16. Nur Ambri 2 war knapp: Da lagen zwischen Egli und Ryter lediglich 0,52 Sekunden.

Bralla Cornevaux Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Christian Bralla liegt mit Egli und Eugster gleichauf © Cornevaux

Für Titelanwärter Lukas Eugster im Ligier-Honda geht es in Chamblon in erster Linie darum, zwei saubere Läufe zu fahren und sich einen weiteren Zwanziger notieren zu lassen. Aus eigener Kraft, also ohne Schützenhilfe von Ryter oder einem technischen Problem bei Egli, kann Eugster den Titel nicht mehr holen. «Die Hoffnung, dass ich noch einen Tagessieg verbuchen kann, ist gering», meint Eugster. «Chamblon ist das Wohnzimmer von Egli. Hier hat er schon acht Mal gewonnen.»

Für Christian Bralla in seinem Fiat X1/9 sieht die Situation ähnlich aus wie für Eugster. Auch er ist auf Schützenhilfe angewiesen, wenn er noch vom Titel träumen will. Der dritte Platz in der Gesamtwertung wäre für den Tessiner aber auch schon ein grossartiger Erfolg. Ausserdem geht es noch ums Prestige. Drei Mal war Bralla in diesem Jahr der schnellste Tourenwagenfahrer. In Chamblon kommt es erneut zum Duell mit dem jungen Matthias Bischofberger auf dessen Porsche 997 GT3 Cup. Im Moment steht es 3:2 für Bralla.

Gespannt darf man auch auf das Abschneiden von Martin Oliver Bürki sein. Der Vorjahresmeister gibt in Chamblon sein Comeback. «Ich habe meinen BMW noch nicht verkauft», sagt Bürki. «Deshalb passt es jetzt ganz gut für mich. An Chamblon 2023 habe ich gute Erinnerungen. Ich werde ausserdem noch das eine oder andere Bergrennen bestreiten.» Wem Bürki am Ende des Tages zur Nachfolge gratulieren wird, wird sich zeigen. «Philip hat so viele Tagessiege errungen. Aber aufgrund des Reglements konnte er nie Meister werden. Dass er dieses Jahr nun diese Chance hat, weil das Reglement angepasst wurde, finde ich absolut in Ordnung. Wenn einer den Titel verdient hat, dann Philip!»

Buerki Cornevaux Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Vorjahresmeister Bürki gibt in Chamblon sein Comeback © Cornevaux

Der Auftakt zur Jubiläumsausgabe in Chamblon werden am Samstag die LOC-Klassen machen (ab 7.00 Uhr). Im Rahmen der LOC-Serien wird auch der Suzuki Swiss Racing Cup seinen letzten Saisonlauf austragen. Die Meisterschaft ist bereits entschieden. Sandro Fehr hat den Titel mit fünf Siegen aus sechs Rennen souverän gewonnen. Auch der Zweitplatzierte Rico Thomann kann nicht mehr eingeholt werden.

Der Sonntag (mit den NAT-Klassen) beginnt ebenfalls um 7.00 Uhr. Das erste Rennen startet um 13.15 Uhr. Gewertet wird der schnellere der beiden Läufe. Wie in den Vorjahren ist der Eintritt für das Publikum kostenlos. Organisator ist die Ecurie du Nord.

Weitere Informationen finden Sie unter diesem Link.

Termine Schweizer Slalom-Meisterschaft 2024
27./28. April, Frauenfeld
4./5. Mai, Bière
18./19. Mai, Bure
25./26. Mai, Ambri (Doppelveranstaltung)
22./23. Juni, Chamblon

Chamblon Eichenberger Motorsport Schweiz | Auto Sport Schweiz
Die Strecke von Chamblon mit dem Schloss im Hintergrund © Eichenberger

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